5 Tipps für mehr Zero Waste im Alltag

Zero Waste und nachhaltig leben klingt ja schön und gut, aber wie soll man das im stressigen Alltag auch noch machen? Wie lässt sich Nachhaltigkeit für jeden Tag wirklich langfristig integrieren, sodass es nicht als Belastung empfunden wird? Wir haben für dich Tipps & Tricks zusammengestellt, wie du im Alltag einfach der Verschwendung von natürlichen Ressourcen entgegenwirken und Abfall vermeiden kannst:

Mealplanning, zero waste, Einkaufsplanung, Planner mit Stift, zero waste mit kindernMeal Planning - Plane deine Mahlzeiten

Für einen schnellen, stressfreien und bedarfsgerechten Einkauf hilft es, wenn du einen Mahlzeitenplan mit einer passenden Einkaufsliste für die nächsten Tage oder sogar die gesamte Woche zusammenstellst. So weißt du genau was und wieviel du wovon brauchst und kaufst direkt die richtigen Mengen ein. Wer kennt sie nicht, die Notfall-Einkäufe kurz vor Ladenschluss für die eine Zutat des Abendessens? Schnell ausgeartet, weil der Magen bereits im Supermarkt grummelt und begleitet von Gewissensbissen, da man viel mehr kauft als man eigentlich wollte. Das passiert dir mit ein wenig Planung für einen nachhaltigen Einkauf so schnell nicht mehr und gleichzeitig kannst du auch noch Kosten sparen!

Sag nein zu Verpackungen – plastikfrei einkaufen

Ob auf dem Wochenmarkt, beim Bauern um die Ecke, im Unverpacktladen oder im Supermarkt: Obst und Gemüse kannst du mittlerweile überall ohne Probleme lose einkaufen. Gemüsenetze oder Jutebeutel eigenen sich super zum Transport. Damit du deine nachhaltige Tasche immer dabeihast, lagere sie doch direkt als Alternative zu den Supermarkt-Plastikbeuteln in der Handtasche oder im Rucksack.
Einkaufskorb mit Obst und Gemüse, plastikfrei einkaufen, zero waste einkaufen, zero waste shop in der näheSo einfach vergisst du sie nicht mehr, kannst ganz nebenbei auf Verpackungsmüll verzichten und die Umwelt schonen.  Der Jutebeutel ist kein Trend der Fridays for Future-Generation, sondern kann individualisiert zum stylischen Alltagsbegleiter für jeden werden. Bei Nudeln, Haferflocken oder Nüssen wird es in den meisten Supermärkten schon schwieriger diese unverpackt einzukaufen. In Bio-Märkten, Reformhäusern oder Zerowaste Shops findet man dagegen oft Pfandsysteme. Hier kaufst du Lebensmittel, wie Mais, Apfelmus oder Nüsse in Aufbewahrungsgläsern und bringst die leeren Gläser wieder zurück in den Markt. Manchmal gibt es auch die Möglichkeit eigene Vorratsgläser oder andere Behälter von zu Hause mitzubringen und gewünschte Mengen ganz nach Bedarf abzufüllen. Einmachgläser sind nicht nur eine stylische Aufbewahrungsmöglichkeit in der Küche, sondern schaffen auch mehr Ordnung und Einheitlichkeit. Außerdem sind sie eine super Möglichkeit, den Einwegverpackungen aus dem Weg zu gehen. Nachhaltig und no waste einzukaufen kann so einfach sein!

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Du denkst dir vielleicht „solche Lebensmittel finde ich am leichtesten auf dem Wochenmarkt“, doch auch in den Supermärkten ist das Angebot an die Saison angepasst und auch die Regionalität ist leicht zu erkennen. Dank des Etiketts findest du schnell die Herkunft des Produktes heraus. Falls du mal nicht weißt, was in Saison ist, gibt es viele großartige und inspirierende Saisonkalender für Obst und Gemüse, an denen du dich orientieren kannst. Im April sind z.B. Chicorée, Paprika, Salatgurken, Kopfsalat und Äpfel in Deutschland saisonal. Durch die bewusste Wahl dieser Lebensmittel können lange Transportwege vermieden und lokale Bauern wie auch Lebensmittelhändler unterstützt werden. Außerdem enthalten regionale Lebensmittel oft mehr Nährstoffe, weil diese nicht vor der vollen Reife geerntet werden müssen. Ein Blick auf die Weltkarte kann helfen zu verstehen, welche lange Reise manche Produkte für den deutschen Import hinter sich bringen. Mit frischen und gering verarbeiteten Produkten, die bestenfalls aus deiner Nachbarschaft stammen oder selbst angebaut wurden, können dagegen natürliche Ressourcen geschont werden. Gibt es etwas Leckereres als saisonale und damit reif geerntete Erdbeeren aus Deutschland? Die mit ganz viel Liebe geernteten Äpfel, Birnen oder Kirschen aus Omas Garten toppen jedoch alles.

Lagere deine Lebensmittel richtig – Ein Blick in Vorratskammer & Kühlschrank

Du kannst nicht nur auf Verpackungsmüll verzichten, sondern auch Lebensmittel vor der Tonne retten. Die richtige Lagerung ist dabei das A und O damit deine Einkäufe länger frisch und haltbar bleiben.
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Frisches Brot lagerst du am besten in einem Geschirrtuch oder Brotkorb aus Stoff. Ähnlich wie ein Tontopf reguliert das Material die Luftfeuchtigkeit und beugt dem Austrocknen des Brotes vor. Da Brot trocken, luftig und kühl gelagert werden sollte, sind weder Papier- noch Plastiktüte ideal. Während die Papiertüte vom Bäcker dem Teig schneller die Feuchtigkeit entzieht. Kann die Flüssigkeit einer Plastiktüte nicht entweichen und Schimmel entsteht. Hast du mal größere Mengen frisches Brot zu Hause kannst du es in einem Brotkasten mit Löchern aufbewahren und du hast länger Freude daran. Alternativ kannst du es super einfrieren und im Toaster bedarfsgerecht auftauen. Vergiss beim Einfrieren jedoch die Beschriftung mit Inhalt und Datum nicht. Ein Brotlaib bleibt im gefrorenen Zustand bis zu sechs Monate haltbar. Angeschnittene Brote oder Scheiben halten sich allerdings nur bis zu drei Monate tiefgefroren.
In das Gemüsefach im Kühlschrank kommen bspw. Möhren, Äpfel oder Beeren. Pflaumen und Avocados kannst du bei Raumtemperatur reifen lassen und anschließend im Kühlschrank lagern. Zucchini, Bananen und Zitrusfrüchte hingegen fühlen sich bei Raumtemperatur am wohlsten und sollten so gelagert werden.
Angebrochene Speiseöle oder Honig mögen es gerne dunkel und kühl. Falls du über eine Vorratskammer oder einen Schrank für Vorräte verfügst, dann lagere sie gerne dort.
Natürlich gibt es noch viel mehr Lebensmittel und der Kühlschrank hat verschiedene Temperaturzonen, damit du deine Lebensmittel optimal lagern kannst. Damit du weißt, wie du deinen Kühlschrank richtig einräumst lies dir gerne unseren Blogbeitrag mit weiteren Tipps und Tricks zur Lagerung von Lebensmitteln durch.

Prüfe die Haltbarkeit deiner Lebensmittel – sie sind oft länger gut

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Laut dem Food Waste Report 2021 werden jährlich 1,3 Milliarden Tonnen essbare Lebensmittel weggeworfen. Zur Orientierung der Haltbarkeit findest du auf den meisten Lebensmitteln entweder ein Verbrauchs- oder Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Das Verbrauchsdatum gibt den letzten Tag an, an dem das Lebensmittel verkauft und verzehrt werden darf. Es gilt für mikrobiologisch leicht verderbliche Lebensmittel, wie zum Beispiel Hackfleisch. Nach Ablauf des Verbrauchsdatums kann der Verzehr mit einem gesundheitlichen Risiko einhergehen, das Lebensmittel solltest du dann also nicht mehr verwenden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum hingegen gibt an, bis wann sich ein verpacktes Lebensmittel mit produktspezifischen Eigenschaften mindestens lagern und verzehren lässt. Dabei müssen beispielsweise Geruch, Geschmack, Farbe und Konsistenz unverändert bleiben. Bei richtiger Lagerung bleiben diese Lebensmittel allerdings oft weit darüber hinaus haltbar und können ohne Bedenken verzehrt werden (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit 2021). Dies gilt auch für unsere Backmischungen, da sie aus trockenen Zutaten bestehen, die sich in einer verschlossenen Verpackung befinden. Bevor du ein Lebensmittel wegwirfst, kannst du ganz leicht prüfen, ob es noch verzehrt werden kann. Wenn es gut aussieht, gut riecht und gut schmeckt kannst du es ohne Bedenken verzehren.

All diese Tipps sollen dir als Anregungen dienen, wie du ein wenig mehr Nachhaltigkeit im Alltag integrieren kannst und nicht als Vorschriften oder Regeln. Es geht nicht darum 100% nachhaltig zu leben. Auch wir bei Baetter Baking sind nicht perfekt. Je mehr wir uns jedoch alle damit beschäftigen, desto mehr lernen wir dazu und unser Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit wird stärker. Werde durch dein beispielhaftes Verhalten zum Vorbild und rege andere zum Nachahmen an. Bestimmt kannst du dein Umfeld inspirieren und sie haben Lust selbst mehr Nachhaltigkeit und den Zero Waste Gedanken in ihr Leben zu integrieren. Gerne kannst du deine Tipps auch mit uns und unserer Community über Social Media teilen und uns auf deiner Reise mitnehmen. Dort findest du uns unter @baetterbaking.